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  • AutorenbildAntje

Wie ein Hirte mich zu Gott führte - Zeugnis von Tim T.

Ich bin der Tim, 21 Jahre jung. Als Kind hatte ich ein großes Privileg, da ich wuchs in einem christlichen Elternhaus aufwuchs. Dadurch war mir schnell klar, wer Gott ist und dass ich mich zu ihm wenden darf, um ewiges Leben zu bekommen. So kam es dazu, dass ich mich auf einer Kinderfreizeit mit 7 Jahre bekehren durfte. Ab nun an konnte ich mich KIND GOTTES nennen. Was für eine Auszeichnung!


Ich versuchte mein Leben nach Gottes Wort zu führen und gab mein Bestes. Im Kindheitsalter waren die Probleme im Christenleben noch eher moderat. Nichtsdestotrotz bin ich nach und nach mehr vom Weg abgekommen.


Auf einer Evangelisation in Irlich, auf der Beat Abry sprach, durfte ich mein Leben nochmal bereinigen und mit neuer Motivation und neuem Feuer für Gott leben. Ich ging als Kind immer sehr gerne zur Jungschar oder Kinderstunde. Dann kam aber die bis jetzt schwerste Zeit in meinem Leben. Ich würde Sie in meinem Lebenslauf als „kritische Phase“ deklarieren.

Es fing mit 15 Jahren an. Es war als wurde ein Schalter in meinem Kopf umgelegt, der meine Einstellung grundlegend änderte. Mein neues Motto lautete: „Du hast keine Lust mehr auf die kirchlichen Veranstaltungen!“. So fing es an - die Zeit ohne Erfüllung und einfach nur voller Sünde.


Ich ging sehr demotiviert in die Jungschar. Würde eine Person so jede Woche in die Jungschar

kommen, hätte ich selbst als Leiter keine Lust mehr. Trotzdem versuchten die Leiter immer wieder

mich zu motivieren. Die Zeit verging und ich wechselte mit 16 Jahren in die Jugend. Ich wurde super freundlich aufgenommen, habe dem aber wenig Gewicht zugemessen. Wichtig waren mir meine Schulfreunde, mit denen ich am Freitag und Samstag rausgehen konnte. So häufte sich meine Abwesenheit in der Kirche. Meine Eltern habe ich in der Zeit immer angelogen, dass ich zur Jugend fahre. Doch statt dessen bin ich mit Freunden auf Partys, Stufenfeten und andere Feiern gefahren. Die Beziehung zu den einzelnen Personen in der Jugend habe ich auf das Nötigste minimiert. Das ganze Prozedere dauerte so etwa 2 Jahre.


In dieser Zeit habe ich das alles als Erfüllung angesehen. Was hat es mir in Endeffekt gebracht? - Im wahrsten Sinne des Wortes nur Kopfschmerzen!


Vielleicht wurden Bilder gemacht, doch dann kam ein neues Handy und die Bilder waren weg und damit auch die Erinnerungen. Die Tage nach dem Feiern waren verschwendete Zeit. Ich hockte zuhause und war absolut müde und faul. Ich wollte nichts machen und bereute es des Öfteren. Trotzdem wurde es fast jede Woche wiederholt.


Es gab in dieser Zeit einige Evangelisationen. Ich wurde dort hingeschleppt und fast immer von Gott ermahnt, doch ich wollte mein derzeitiges Leben nicht aufgeben. Gott hat an meinem Herz geklopft und ich habe es immer unterdrückt, weil meine „freie“ Art zu leben gesellschaftlich mehr anerkannt wurde als das Leben als Christ. Ich müsste ja sonst dienen und meine Zeit anders investieren. Doch dafür war ich zu selbstsüchtig!

In dieser Zeit wurden mir zwei Personen sehr wichtig: meine beiden Cousins. Ich weiß nicht, ob ich ohne die beiden da stehen würde, wo ich jetzt stehe. Sie wissen alles über mich. Jede einzelne Geschichte.


Wir hatten mal wieder unseren sogenannten „Cousin Abend“. Er bestand darin sich einfach im „BurgerKing“ zu treffen und zu reden. Hört sich erstmal langweilig an, aber dadurch entstand eine sehr starke Beziehung. Ich habe bei ihnen immer die Freude gespürt und wenn es um die Gemeinde ging, hatten sie immer so ein Feuer in den Augen. Sie lebten nach Gottes Wort und hatten auch Freude.


Wie ging das? - Ich dachte die Erfüllung läge im Feiern!


So fing ich etwa mit 18 Jahren an alles zu überdenken. Wie ich jetzt lebe - ist das der Sinn des Lebens? Ist das die Erfüllung ?

Dadurch besuchte ich auch wieder öfter die kirchlichen Veranstaltungen und merkte, dass ich gar keine Erfüllung habe. ICH BIN LEER! Das einzige was in mir steckt ist Sünde und davon zu viel.

So kam es, dass ich zu einer gemeinsamen Jugendfreizeit mitgefahren bin. Am letzten Tag gab es einen Zeugnis-Abend. Ich selber habe ein Zeugnis erzählt, über das ich immer wieder nachdenken musste. Dadurch hat es in meinem Kopf erneut „klick“ gemacht.


Es war wie folgt:

In unserem Dorf gab es zur Osterzeit immer einen Schäfer mit seinen Schafen. Er hütete nicht weit von unserem Haus seine Herde von ca. 300 Schafen. Als Kind durfte ich ihm immer helfen diese zu hüten. So kam es, dass er ein Standortwechsel vornehmen musste. Die Herde sollte ans andere Ende des Dorfes gebracht werden. Das ist jetzt keine Weltreise, aber schon ein Stück. Ich sollte die Schafe von hinten aus jagen, damit sie nicht in irgendwelche Vorgärten liefen. Der Hirte ist mit seinem Anhänger, in dem die Lämmer waren, auf der Hauptstraße vorgefahren und die ganze Herde lief mit mir hinterher. Dann kamen wir an eine Kreuzung. Der Hirte wollte mit der Herde nicht außerorts rumlaufen. Deswegen lautete sein Auftrag an mich wie folgt: „Du jagst die Herde durch den Wald den Hang hoch und ich fahre mit dem Anhänger schonmal zur Wiese vor“.

Ok, scheint leicht zu sein. Schließlich waren das ja nur etwa 200 Meter. Ich bin mit voller Euphorie an die Aufgabe rangegangen und jagte die Schafe in den Wald. Kaum dort angekommen, hatte ich das Gefühl, dass die Schafe noch nie Bäume gesehen hatten. Alle haben sich verstreut. Ich bin voller Panik der größten Gruppe hinterhergelaufen, um den Hirten wenigstens eine kleine Gruppe Schafe bringen zu können.

Nach 10 Minuten hörte ich seine fragende Stimme; „Ey, Tim, wo sind meine Schafe?“

Ich als 10-jähriger war schon voller Panik. Wie sollte ich ihm erklären, dass seine Einnahmequelle abgehauen und ich daran schuld war?

Der Hirte pfiff plötzlich. Auf einmal stürmten alle Schafe aus den Gebüschen den Hang hinauf zum Hirten.


Als ich den Satz an dem Abend gesagt habe, habe ich es verstanden: ich bin so ein Schaf, das

im Wald umherirrt - ohne Schutz und Hirten!

Das war der entscheidende Tag an dem ich mein Leben umkrempeln durfte.


Wie vorher erwähnt war ich oft auf den Evangelisationen und habe immer abgeblockt. Ich durfte im Taufunterricht folgendes lernen:“ Gott klopft nur dreimal, alles weitere ist pure Gnade!“


Ja, liebe Leser, ich darf dieses Zeugnis nur erzählen, weil Gott pure Gnade mit mir hatte!


Ich bin auch jetzt keine perfekte Person und habe auch jetzt noch ein paar Probleme, aber ich habe die Erfüllung nach der ich so lange gesucht habe. Diese Freude, die dadurch kommt, hält nicht nur eine Partynacht sondern das ganze LEBEN!

Ehre dem Herrn!


Autor: Tim T.

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