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  • AutorenbildAntje

Schönwetter Christen

Das regnerische Wetter hier in Deutschland kann einem regelrecht den letzten Rest an Motivation rauben. Es ist teilweise unglaublich schwierig sich überhaupt zu konzentrieren, geschweige denn auch nur ansatzweise das Arbeitspensum zu schaffen, das man im Sommer bereits am Vormittag erledigt hat.


Die Leser mit Vitamin-D-Mangel werden mich verstehen. Den Rest beglückwünsche ich von ganzem Herzen dazu, dass das Wetter keinen einschneidenden Einfluss auf euer Leben hat. ;)


Während ich darüber nachgedacht habe, was für einen starken Einfluss das Wetter, also die äußeren Umstände auf meinen Arbeitsalltag hat, ist mir aufgefallen, dass wir es uns in unserem geistlichen Leben oft genau so geht.


Wenn die Umstände gut oder sogar beinahe perfekt sind, fällt es uns leicht die Bibel zu lesen, Zeugnis zu geben, Gott zu loben, unser Gebetsleben und unsere Beziehung mit Jesus gut zu pflegen.


Doch wenn die Umstände schwierig werden oder auch nur "nicht optimal", dann kommt unsere geistliche Routine leider viel zu schnell ins Wanken. Die Bibel zu lesen erscheint plötzlich zeitraubend, Gebet erst Recht und wofür sollten wir Gott loben.?


Viel zu oft sind wir "Schönwetter-Christen", die ihre Beziehung mit Jesus nicht mehr so ernst nehmen, sobald es "regnerisch" wird.


Doch genau das will ich nicht sein. Ich will ein Christ sein, der "all in" geht, ohne Kompromisse und ohne mich nach den Umständen zu richten.


Ich will wie die Witwe mit den zwei Scherflein sein, die Gott alles gab, obwohl sie nichts hatte, obwohl ihre Umstände alles andere als optimal waren. Sie ging menschlich gesehen das Risiko ein zu verhungern. Doch sie vertraute Gott und hielt nichts zurück. Ihr Glaube war trotz der bescheidenen Umstände fest und sicher.


Lukas 21,1-4:

"Als er aber aufblickte, da sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle! Denn diese haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß."


Das Leben, die Umstände dieser armen Witwe waren alles andere als gut. Doch in diesen schwierigen Umständen entscheidet sie sich dazu Gott zu vertrauen, ihm alles zu geben.


Vielleicht erscheint dir diese Entscheidung etwas drastisch. Warum musste sie unbedingt alles geben? Es wäre doch nicht schlimm gewesen, wenn sie nichts gegeben hätte, oder?


Gott hätte sie bestimmt nicht verurteilt, wenn sie nichts gegeben hätte, weil er ihre Situation um einiges besser kannte als jeder andere. Aber genau in diesem Moment vor dem Opferkasten zeigt sich das wahre Herz der Witwe: Gott ist ihr alles wert und sie vertraut ihm. - Das ist das, was wirklich wichtig ist. Gott will unser Herz. Die Opfergabe zeigt einfach nur, was im Herzen der Witwe war; es symbolisiert einfach nur ihre Herzenseinstellung.


In 1.Samuel 16,7 lesen wir bezogen auf die Wahl eines neuen Königs: "Aber der Herr sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen! Denn der Herr sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an!"


Dieser Vers zeigt ganz klar, worauf es Gott ankommt. Ihm ist es wichtig wie unser Herz eingestellt ist. Sind wir "all in" wie die Witwe, egal wie die Umstände aussehen oder sind wir "Schönwetter-Christen", die sich abwenden, sobald es unangenehm wird?


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