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  • AutorenbildAntje

Zerbruch - deine Chance

Vor zwei Monaten haben wir angefangen unser Bad zu renovieren, das jetzt bis auf ein paar Accessoires schon fertig ist.

Als ich damals beim Renovieren die Fließen von den Wänden mit Spachtel und Hammer abgeklopft habe und sich direkt vor meinen Füßen ein Scherbenhaufen bildete, ist mir ein Wort und ein Bild in den Sinn gekommen, womit ich mich kurz vorher beschäftigt hatte.


Doch erst einmal zur Vorgeschichte: Ich war zu dem Zeitpunkt arbeitslos, nachdem ich eine Kurzzeit Ausbildung beendet hatte, hing so dazwischen und hatte noch keine Antwort von Gott, was als nächstes für mich dran war. Dazu kam dann eine längere Erkältungszeit und meine Mama bekam ein OP. Eine Art Wüstenzeit, die ich betrat.

Ich kann es voll verstehen, wenn man nicht weiß, was als nächstes dran ist. In so Momenten braucht man echt jemanden an der Seite, der dich ermutigt und dir hilft den Blick nach oben zu Gott zu richten.


In dieser Zeit als ich mit der Ausbildung aus körperlichen Gründen aufhören musste und mein Traum zerplatzte, machte sich in mir ein Gedanke breit: „Du bist ein Versager“. Dazu kam dann, ihr werdet lachen, die Erkältungszeit, in der ich echt vertrauen lernen musste!

Weil meine Nase so trocken und ganz zu war, bekam ich weniger Luft und hatte Probleme einzuschlafen. Aber auch hier darf ich nur bestätigen, wie wunderbar Gott für uns sorgt. Meine Mama lag gerade im Krankenhaus, sodass meine Schwester kam, um mich eines abends gesundheitlich und geistlich zu versorgen. Sie machte mir Zitronentee, gab mir Nasentropfen, macht mir ein Kopfband mit Erkältungssalbe und das allerwichtigste: als ich selber nicht viele Worte zum Beten fand oder auch zu schwach zum Glauben war, betete meine Schwester für mich, dass ich Gott in dieser Versuchungszeit vertrauen könne. So konnte ich dann auch ruhig einschlafen.


„Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden..“

Psalm 61,1-2


Ein Appell an mich und dich: Sei ein Mutmacher für deinen Nächsten! Wir brauchen uns gegenseitig, besonders als Christen.

Jeder trägt Sorgen mit sich und wenn du betest, werden dir bestimmt bald solche Menschen auffallen, denen du Mut zusprechen kannst.

Sowie es meine Schwester bei mir tat.



Was für eine Kraft, dass Gebet hat!

Vor der OP meiner Mama hatte ich ernste Bedenken, aber sie hat es sehr gut überstanden. Da haben wir auch viel gebetet und unser Vertrauen wurde getestet. Gott sei Dank darf ich rückblickend voller Zuversicht sagen: Es lohnt sich Gott zu vertrauen.

Danach durfte ich auch eine jahrelange Gebetserhörung erfahren. Hör also nicht auf für kleines oder großes zu beten. Ich bekam eine tolle Arbeitsstelle mit super Arbeitsklima, wie ich es mir nicht besser hätte wünschen können!


Um nochmal auf das oben beschriebene Bild zurückzukommen:

„Auch wenn dir dein Leben jetzt wie ein Scherbenhaufen vorkommt: Du bist kein Versager!“

Diese Worte taten mir gut, nachdem ich ein hilfreiches Gespräch hatte, wobei es um meine derzeitige Berufs Situation ging.

Ich hatte damals das Gefühl nichts zu haben – und das eine, was ich wollte, ist leider in die Brüche gegangen. Aber nach dieser Wüstenzeit beschenkte Gott mich reich und hat mir etwas gegeben, was besser zu mir passt.

Ja: Scherben, bringen Glück, wenn Gott der Töpfer ist.


„Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 2.Korinther 5,17


Es tut weh, wenn unsere Pläne durchkreuzt werden. Im ersten Moment siehst du vielleicht keine Hoffnung oder keinen Sinn darin, auf etwas anderes zu warten.

Ich wünsch uns, dass wir lernen Gott zu lieben, ihn an erster Stelle in unserem Herzen zu haben und nach seinem Willen zu fragen.

Klammerst du dich immer noch verzweifelt an deinen Willen oder bist du bereit für Gottes Weg?


Sowie unser altes Badezimmer „vergangen“ und „neu geworden“ ist, so ist es auch wenn Jesus uns als seine Kinder neu gemacht hat. Wenn wir zu ihm kommen, können wir unseren Sündenhaufen bei Ihm abgeben, sowie die Fließen bei der Mülldeponie. Das ist der erste Schritt: die Bekehrung und dann wenn du Jesus als deinen Herrn in dein Herz lässt, bist du sein Kind und wiedergeboren, neu gemacht.

Jesus repariert nicht, er schenkt ein neues Leben. Nicht nur neue Knöpfe, sondern ein neues Kleid.

Wenn wir dann als seine Kinder, fallen und sündigen, können wir es Jesus sagen und er wird dir vergeben.


1.Johannes 1,9: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er unsere Sünden vergibt und reinigt uns von aller unser Ungerechtigkeit.“


Gib Jesus deine zerbrochenen Pläne. Er kann daraus etwas neues schaffen. Nimm sinnbildlich deine Scherben (Arbeitslosigkeit, Freundschaft, eigenes Versagen) in deine Hände und bring sie zum Kreuz, zu Jesus. Halte nicht mehr länger krampfhaft daran fest, sonst verletzt du dich nur selber. Im Loslassen und Gott vertrauen steckt deine neue Freiheit.

Jesus hielt auch nicht an sein Leben fest, er gab sich hin für uns und schenkte uns damit das Beste – den Himmel. Er war Gott gehorsam und es wurde zum Segen für die Menschheit.

Das Beste kommt noch! Die himmlische Hochzeit steht für Gottes Gemeinde noch an.


„Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“ Offenbarung 21,2


Wenn unsere alte Hütte unser Leib vergeht, dann schenkt Gott uns einen neuen Körper. Er bereitet Wohnungen für uns im perfekten neuen Zuhause.


„Gedenkt nicht an das frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“

Jesaja 43, 18-19


Gott erschafft aus dem Nichts. Wenn du also nichts hast, dann kannst du in positiver Erwartung sein!

Alles zu verlieren, heißt bei Gott alles zu gewinnen.

Vergiss nicht, dass bei Gott nicht deine Karriere, dein Beziehungsstatus, deine Kleidergröße oder dein Vermögen zählen. Dein Wert befindet sich allein in Jesus.


„Es ist ein Wunder, was Gott mit einem zerbrochenem Herzen anfangen kann, wenn man ihm alle Bruchstücke zur Verfügung stellt.“ Samuel Chadwick


„Er heilt die zebrochenen Herzens sind und verbindet ihre Wunden.“

Psalm 147,3


„Innerlich zerbrochen zu sein, ist der Anfang der Erweckung. Es ist schmerzhaft, es ist demütigend, aber es ist der einzige Weg.“

Roy Hession


Zerbruch ist keine Krankheit oder etwas schlechtes. Nein vielmehr ebnet Gott unseren Weg in der Wüste und möchte uns zur Wasserquelle führen. Also sei guten Mutes!

Ich wünsch uns, dass wir verstehen, lernen und akzeptieren dass Zerbruch eine Chance ist, dass etwas neues entstehen kann.

Außerdem sind wir mit gebrochenen Herzen Jesus am nächsten.


-Das Ende bei dir, ist erst der Anfang bei Gott-


Sei gesegnet, dein Herz fasse Mut und harre auf Gott!



Lied: Krüge aus Ton


  1. Alle Scherben, alles Zerbrochene, durch deine Gnade wieder geheilt. Mit leeren Händen, doch nicht verstoßen. Ich bin befreit, ich bin befreit.

  2. Nimmst unsere Fehler und unsre Schwachheit, legst deinen Schatz in Krüge aus Ton. O, nimm mein Herz, Herr, erfüll es mit dir, damit die Welt dich in mir sieht.

Refrain: Barmherzigkeit, wie süß der Klang, der mich errettet hat.

O, ich war verlorn, doch fand er mich, war blind nun sehe

ich. O, nun kann ich dich sehn, seh, wie dein Blick in

Liebe erstrahlt. Du gabst dein Leben hin, lässt zerbrochne

Herzen aufstehn.


Autorin: Liane Giesbrecht





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