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  • AutorenbildAntje

Wenn Jesus morgen wiederkommt

Vor ein paar Tagen wurde ich mit folgender Frage konfrontiert:


Was würdest du heute ändern, wenn du genau wüsstest, dass Jesus morgen wieder kommt?


Zuerst sind mir sowie meinem Gegenüber Dinge eingefallen wie alles zu verkaufen, in die Mission zu gehen oder allen im eigenen Umfeld das Evangelium nahe zu legen.


Doch wenn ich tiefer über die Frage nachdenke, dann komme ich zu dem Schluss, dass ich tatsächlich nichts verändern würde. Ich würde auch dann morgens normal aufstehen, Zeit in Gottes Gegenwart verbringen und den jeweiligen Tagesaufgaben nachgehen. Ja, ich würde auch dann Artikel schreiben, Storys erstellen, aufräumen, Pausen machen und mir Zeit für die Menschen nehmen, die Gott mir heute vor die Füße stellt.


Vielleicht klingt das etwas seltsam für dich. Aber wenn du momentan an dem Platz bist, an den Gott dich hingestellt hat und der Berufung nachgehst, die du von ihm bekommen hast, und mag sie auch noch so alltäglich erscheinen, dann gibt es nichts zu ändern.

Ja, vielleicht hat Gott dich dazu berufen alles zu verkaufen, ins Ausland zu gehen oder deinen Job zu kündigen. Doch dann frage ich dich: warum hast du das nicht bereits getan?

Warum muss erst Druck durch die direkte Wiederkunft Jesu entstehen, damit du dieser Berufung folgst? (Nur mal kurz nebenbei: eigentlich besteht dieser "Druck" immer, weil Jesus tatsächlich jeden Tag wiederkommen kann.)

Denkst du wirklich, dass ein Tag ausreicht, um deiner Berufung auch nur ansatzweise gerecht zu werden? Oder ist es nicht sinnvoller täglich, konstant in dieser zu leben und Gott durch deine Treue zu verherrlichen?


Ich bin überzeugt davon, dass wir in erster Linie nicht dazu berufen sind große Wellen zu schlagen. Unsere erste und wichtigste Berufung liegt darin, nah am Herzen des Vaters zu leben, in seiner Gegenwart. Aus diesem Grund hat Gott dich und mich erschaffen - weil er sich nach Gemeinschaft mit uns sehnt, und nicht, weil er Taten von uns wollte.

Durch diese innige Beziehung mit ihm, kann er uns dann wiederum gebrauchen, um sein Reich zu bauen. Doch diese zweite Berufung, die von Person zu Person, von Lebenssituation zu Lebenssituation anders aussehen kann, entspringt direkt aus der Gemeinschaft mit Gott, nicht umgekehrt.


Durch unser alltägliches Leben in der Gegenwart Gottes sind wir oft so ein viel größeres Zeugnis, als durch unsere Zeit auf Bühnen (wenn Gott uns dazu berufen hat).


Ich will dich also ermutigen die Zeit in Gottes Gegenwart heute zu genießen, egal, ob Jesus morgen wiederkommt oder nicht. Denn wenn du schon hier auf Erden Probleme damit hast, Zeit mit ihm zu verbringen, wie stellst du dir das dann in der Ewigkeit vor?

Gott wird dich dann automatisch gebrauchen, solange er will. Auch dabei ist es egal, ob Jesus heute oder in zehn Jahren wiederkommt, weil du jeden Tag dem Ruf Gottes folgen und nicht der Zukunft "vor-trauern" sollst.


Tatsächlich sind die meisten "großen" bzw bekannten Christen nicht so effektiv gewesen, weil sie wahllos versucht haben möglichst großen Einfluss zu nehmen, sondern weil sie sich die Gegenwart Gottes zur obersten Priorität gemacht haben. Wie, wann und wo Gott uns dann gebrauchen will, liegt alleine in seiner Hand.


In diesem Sinne: Lebe heute so, dass Jesu Wiederkunft dich nicht überrascht, weil du sowieso in Gottes Gegenwart bist.




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