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Von einem Limit ans nächste - Sam Childers

Aktualisiert: 27. Jan. 2023

You can find the English article below directly after the German version.


Sam Childers ist es gewohnt, aus der Menge herauszustechen und das liegt meistens nicht unbedingt an seiner äußeren Erscheinung, auch wenn diese ebenfalls oft Blicke auf sich zieht. Der 60-jährige trägt Kleidung der Marke „Harley Davidson“. Einmal erwähnte er spaßhalber, dass er sich von ihnen als wandelnde Werbetafel bezahlen lassen müsse.


Der Biker ist nicht groß und trägt seine sich vorn lichtenden, ergrauten Haare in einem niedrigen Pferdeschwanz. Sein Gesicht ziert ein langer, grauer Schnurrbart. Im Prinzip spiegelt er einen typischen Biker wieder.


Doch das Besondere ist sein Auftreten. Sam fühlt sich offensichtlich wohl in seiner Haut und seine laute, direkte Art zu sprechen sowie seine Haltung verraten, dass der Mann weiß, wer er ist. Das war nicht immer der Fall. Wie wurde Sam also zum „Machine Gun Preacher“ (auf deutsch: Maschinengewehr-Prediger), zu einem Mann, der ganz genau weiß, was er will und der sich nicht scheut, um seine ganze Kraft in Gottes Plan für sein Leben zu investieren?


Auf Irrwegen


Sam Childers wuchs in einer christlichen Familie auf, kam aber schon früh auf Abwege.

Mit 11 Jahren begann er, Drogen zu konsumieren. Seit dem ging es steil bergab. Schlägereien, Drogen und Sex gehörten bald zum Alltag des Jungen, der noch nicht einmal das Teenageralter erreicht hatte. Sein Aussehen half ihm dabei. Denn auch wenn er noch sehr jung war, erschien er um einiges älter, was ihm neben seinen Fäusten genug Respekt bescherte, um nicht nur toleriert, sondern auch angesehen oder sogar gefürchtet zu werden.

Schon bald fing er selbst an zu dealen oder auch andere Dealer zu bestehlen. Durch seine Kampfbereitschaft wurde er auch als Aufpasser bei Drogendeals angeheuert. Kurz: Er lebte ein Leben am Limit.


Doch Gott hatte mehr mit ihm vor.

Trotz Unmoral und Kriminalität legte Gott schon sehr früh eine Berufung auf Sams Leben. Noch vor seiner Geburt wusste seine Mutter, dass er eines Tages Prediger werden würde und daran hielt sie fest, auch wenn alle Umstände und auch ihr Sohn selbst dagegen sprachen. Im Nachhinein sagt Sam über sein Leben: „Ich glaube, dass Gott mich beschützt hat, wenn ich keine neue Chance verdient hatte. Ich glaube, Gott gab mir immer wieder eine neue Chance.“


Eine dieser neuen Chancen gab Gott ihm während einer ausartenden Bar-Schlägerei, aus der Sam nur knapp mit seinem Leben davon kam. „Ich war in einer ziemlich schlimmen Bar-Schlägerei, wurde fast getötet und an dem Tag fasste ich einen Beschluss: Es reicht! Es reicht mir! Dann fing ich an, mich zu ändern. Nun, ich musste für einen Zeitraum von zwei Jahren an mir arbeiten, aber im Prinzip änderte ich mein Leben als ich aus dieser Schlägerei rauskam. Ich sagte: Ich bin fertig! Und ich fing an, mich zu verändern. Es hat eine Zeit gedauert, um ganz von den Drogen wegzukommen und sie gar nicht mehr zu brauchen. Aber es lag alles an einer Nacht, in der ich eine Entscheidung traf“, erinnert er sich zurück.


Neues Leben, neues Limit

Nach Jahrzehnten am Limit kommt Sam auf Drängen seiner Frau endlich mit zu einem Gottesdienst. Im Juni 1992 übergibt er dort sein Leben Jesus und von da an ist nichts mehr so wie es war, bis auf eines: Sam lebt weiterhin am Limit. Doch jetzt tut er es für Jesus.


„Nichts, was folgte, passierte meinetwegen. Gott war es, der mich gebrauchte, um seinen Plan auszuführen“, schreibt Sam in einem seiner Bücher (siehe „Leben am Limit“ Seite 17).

Und das, was passierte, war eine Menge: Gott rief Sam in den Dienst nach Afrika. Die meisten Leser werden jetzt ein Kinderheim oder ähnliches im Kopf haben und das Bild ist zu einem Teil auch richtig. Sam leitet tatsächlich fünf Kinderheime, von denen ein großes im Südsudan und die vier anderen in Uganda und Äthiopien verteilt sind. Aber Sam wartete anfangs nicht, bis die Kinder von selbst zu ihm kam oder vorbeigebracht wurden, sondern ließ sein Kinderheim aktiv wachsen.


Wie das ging? - Er griff zur Waffe.


Immer und immer wieder begab er sich in Kriegsgebiete, um die dortigen Waisen einzusammeln.


Heute bringen Verwandte und Behörden die Kinder vorbei und Sams Kriegseinsätze haben sich minimiert.


Um sein Vorgehen in den ersten Jahren zu verstehen, ist ein kurzer Blick in die Geschichte des Sudans erforderlich.


Zerrüttete Welt


Seit 1955 liegt der Sudan mit sich selbst im Krieg. Der islamische Norden kämpft gegen den Süden. Jahrzehnte später gründete Alice Lakwena eine Rebellengruppe, um für die Rechte des Acholi-Stammes einzutreten. Aus dieser Gruppe bildete sich schon bald die LRA, kurz für „Lord´s Résistance Army“ (Widerstand des Herrn Armee), die 1987 von Joseph Kony übernommen wurde.

De Ziele der LRA sind nicht klar. Sie versetzten die Menschen in der Umgebung in Angst und Schrecken, weil ihre Vorgehensweise willkürlich und extrem brutal ist.

Sieben Jahre später geht Kony langsam das Geld aus, also beginnt er Kinder zu entführen und zu Soldaten auszubilden.

Seine Soldaten überfallen fahrende Autos und Dörfer, zünden diese an und verstümmeln und töten die Menschen. Einige der Kinder werden mitgenommen, nachdem sie zusehen mussten, wie ihre Eltern umgebracht wurden. Einige wurden gezwungen diese eigenhändig zu töten. Innerhalb der LRA werden sie dann zu Lastenträgern, Sexslaven oder Soldaten gemacht. Traumatisiert und angsterfüllt morden diese Kinder dann weiter und zwingen noch mehr unschuldige Kinder zu solch einem Schicksal.


Bei seinem ersten Aufenthalt im Sudan Ende 1998 sah Sam Childers ein zerfetztes Kind. Es wurde von einer Tretmine, die vom Krieg einfach zurückgelassen wurde getötet. Für ihn war klar, dass er etwas tun musste. Er konnte es nicht ertragen, Unschuldige so leiden zu sehen. Damit war der Grundstein für seinen Dienst in Afrika gelegt, auch wenn Sam erst nicht wirklich gehen wollte. Doch Gott ließ nicht locker und rief ihn so lange und so deutlich, dass Sam schließlich ging.


Ans Limit berufen


Eines Nachts schlief Sam mit einem seiner Soldaten unter einem Moskitonetz in der Wildnis auf LRA-Gebiet. Dort stellte Gott klar, dass Sam genau auf diesem Streifen Land ein Kinderheim bauen sollte. Sam war entsetzt. Aber er tat, was Gott verlangte.


Mit den Jahren wuchs das Heim mehr und mehr. Häuser wurden hinzugefügt, Zäune verstärkt, Wachen eingesetzt. Bei all der Arbeit hielten sie auch unzähligen Angriffen der LRA stand.


Immer und immer wieder fuhr Sam mit seinen Soldaten und Waffen raus in die Gebiete, in denen die LRA wütet. Er vertrieb sie und sammelt die Kinder ein, die überlebt hatten und zurückgeblieben sind. Dann brachte er sie ins Heim, wo sie aufgenommen, gewaschen und eingekleidet wurden. Die Kinder bekommen dort täglich regelmäßige Mahlzeiten, ein Zuhause, Schulbildung und haben tägliche Gottesdienste.


Fragt man Sam, was ihn antreibt und was ihn dazu bringt, immer wieder in diese Kriegsgebiete zu fahren, bekommt man folgende Antwort: „Viele Jahre zurück war ich drogenabhängig und ich glaube, dass wir von allem möglichen abhängig werden können. […] Ich glaube, dass diese Kinder zu retten zu einer Abhängigkeit wurde.“



Im Kreuzfeuer der Kritiker


Für seine Methoden wird der so genannte „Machine Gun Preacher“ oft kritisiert. Viele nennen ihn einen Söldner. Sie sehen keinen Missionar in ihm.

Doch Sam scheint die Kritik nicht viel auszumachen. Er merkt leicht schmunzelnd an: „Jesus wurde auch kritisiert. […] Ich meine, sie haben ihn ans Kreuz gehangen. Er hatte also ein paar mehr Leute als ich, die ihn kritisiert haben. Ich wurde zumindest noch nicht gekreuzigt.“

Dann erklärt er: „Ich denke nicht, dass die Waffe dich zu einem Christen macht, weil die Bibel dich nicht zu einem Christen macht. Und auch das Wort Gottes zu kennen, macht dich zu keinem Christen. Das Wort Gottes zu zitieren, macht dich ebenfalls nicht zu einem Christen. Ich denke also, dass die Waffe auch keinen schlechten Menschen aus dir macht, weißt du?! Also glaube ich, dass du ein Christ sein und trotzdem eine Feuerwaffe gebrauchen kannst? - Absolut. Ja.“


Immer wieder zieht es ihn nach Afrika, hin zu seinen Kindern, hinein in den Krieg. Angst vor dem Tod hat der Prediger keine. „Ich denke nicht an den Tod“, sagt er im Interview. „Ich denke nur an die Arbeit, die Gott durch mich tut.“ Weiter schildert er: „Ich habe keine Angst zu sterben. Aber wenn ich für etwas sterbe, dann will ich, dass es etwas ist, für das es wert ist zu sterben. […] Wenn wenigstens irgendjemand sagen könnte: Ja, er ist in einen weiteren Krieg gezogen. Er war 65 Jahre alt und ist in einen Krieg gezogen, um Kinder zu retten. - Dafür ist es wert zu sterben. Aber raus zu gehen und etwas Dummes zu machen, wie zum Beispiel sich zu betrinken oder sein Motorrad zu Schrott zu fahren, dafür ist es nicht wert zu sterben.“


Einmal ein Biker, immer ein Biker


Im Vergleich dazu verblasst sein altes Leben. Auf die Frage, ob ihn sein Leben am alten Limit manchmal noch lockt, antwortet er: „Ich fahre immer noch mit meinem Motorrad-Club. Ich bin also immer noch mit denselben Leuten unterwegs wie vor dreißig, vierzig Jahren. Aber innen drin bin ich einfach eine andere Person. Also: Nein, ich habe niemals das Verlangen nach meinem alten Leben. […] Ich habe kein Verlangen danach zu sein, wer ich einmal war, aber ich habe immer noch das Verlangen danach, der zu sein, als den Gott mich in diesem Club gemacht hat.“

In seinem Buch „Machine Gun Preacher“ formuliert er es wie folgt: „Ein Christ kann überall hingehen, solange er in der richtigen Gesellschaft ist“ - nämlich in der Gesellschaft Christi.


Sams alltägliches Umfeld hat sich nicht sehr geändert, wenn man einmal von den Kindern in Afrika und den berühmten Persönlichkeiten absieht, mit denen er regelmäßig seine Wege kreuzt. Nach wie vor bestehen viele der alten Beziehungen und nach wie vor taucht Sam im Motorrad-Club auf, doch er selbst ist ein anderer.


Statt eines Jungen, der sich beweisen will und immer nach dem nächsten Kick sucht, bewegt sich nun ein Mann in diesen Kreisen, der genau weiß, wer er ist und welche Berufung über seinem Leben liegt. Statt vor dieser Berufung wegzulaufen, wie er es lange tat, lebt er jetzt täglich bewusst nach dem Ruf Gottes.

Sams raue Art kann einschüchternd wirken, seine direkte Art verletzend und seine Methoden können fragwürdig erscheinen. Doch was sich nicht leugnen lässt, ist, dass dieser Mann sich von Gott gebrauchen lässt. „Das Leben am Limit war das einzige Leben, das ich kannte, und ich habe jede Minute geliebt. Mein Leben musste immer aufregend sein. Ohne das ständige Adrenalin in meinem Körper lohnte sich das Leben in dieser verkorksten Welt einfach nicht. Also tat ich, was ich konnte, um den Rausch und die Spannung aufrecht zu erhalten. Heute liebe ich es sogar noch mehr, denn der beste Rausch der Welt liegt darin, alles für Jesus Christus hinzugeben“, formuliert er es in seinem zweiten Buch „Leben am Limit“ (S.13). „Also ich glaube, dass Gott zu dienen genau so ist [wie Drogen nehmen]: Du nimmst so viel, wie du willst. Einigen Leuten reicht es, nur am Sonntag ein bisschen von Gott zu bekommen und den Rest der Woche leben sie ohne ihn. Für mich gilt: Ich muss ihn jeden Tag haben.“


Für den „Machine Gun Preacher“ bedeutet das nicht aufzuhören Kinder zu retten, solange er noch Luft in seinen Lungen hat.




Was erwartet Gott von mir?


Doch seine Vision beschränkt sich nicht auf Afrika. Er ist überzeugt davon, dass seine persönliche Geschichte jedem und jeder dazu dient oder dienen sollte, sein oder ihr eigenes Leben zu überprüfen. „Ich glaube, nachdem du den Film Machine Gun Preacher gesehen hast, nachdem du ein bisschen was von mir gehört oder eines meiner Bücher gelesen hast oder nachdem du mich reden gehört hast, dann glaube ich, dass es nicht mehr um mich geht. Ich glaube, dass es dann an dir liegt. Was wirst du tun? Und ich glaube auch nicht, dass es nur um Afrika geht. Ich glaube, dass Missionsarbeit in deinem Dorf, in deiner Stadt, deinem Umfeld beginnt. Ich glaube, dass sie zuhause anfängt. Ich glaube, dass Gott dich nicht in Afrika gebrauchen kann, bevor er dich nicht zuerst in deiner eigenen Stadt gebraucht. Ich bin überzeugt davon, dass Missionsarbeit zuhause anfängt“, fordert er seine Zuschauer und Zuhörer auf.

Sam Childers Geschichte ist eine Geschichte über Leid, Zerstörung und Gewalt, aber auch eine über Gnade, Liebe und Güte. Gott nahm die negativen Aspekte nicht aus seinem Leben, sondern aus seinem Herzen. Nach wie vor wird Sam täglich mit dem Leid und der Zerstörung konfrontiert, die die willkürliche Gewalt der Kämpfenden Gruppen im Sudan hervor ruft. Doch mit dem Unterschied, dass sie nicht mehr Sams Herz bestimmen. Sein Herz wird jetzt von Gottes Gnade, Liebe und Güte geleitet. Das mag gegensätzlich klingen und man kann über Sam sagen, was man will, doch dass Gott ihn gebraucht, ist offensichtlich für jeden, der bereit ist sich die ganze Geschichte anzusehen. Und dann frage dich: Was erwartet Gott von mir?


1. Bild: Begrüßung von Sam und seinem Team. 2. Bild: Viele Menschen sind interessiert an seiner Geschichte. 3. Bild: Sam und ich nach dem Interview




From one limit to the next - Sam Childers

Sam Childers is used to standing out from the crowd, and that's usually not necessarily because of his physical appearance, even though it often attracts attention as well. The 60-year-old wears "Harley Davidson" brand clothing. Once he jokingly mentioned that he had to let them pay him as a walking billboard.

Sam Childers at a "Sons of God" event.

The biker is not tall and wears his graying hair thinning in front in a low ponytail. His face is adorned with a long, gray mustache. In principle, he reflects a typical biker.


But what makes him special is his appearance. Sam is obviously comfortable in his skin and his loud, direct way of speaking as well as his attitude reveal that the man knows who he is. That wasn't always the case. So how did Sam become a "Machine Gun Preacher," a man who knows exactly what he wants and is not afraid to put all his effort into God's plan for his life?


On the wrong track


Sam Childers grew up in a Christian family, but went astray at an early age.

At age 11, he began using drugs. Since then, things have gone steeply downhill. Brawls, drugs and sex were soon part of everyday life for the boy, who had not even reached his teenage years. His appearance helped him. Because even though he was still very young, he appeared a lot older, which, in addition to his fists, gave him enough respect to be not only tolerated, but also respected or even feared.

Soon he started dealing himself or even stealing from other dealers. Because of his willingness to fight, he was also hired as a lookout during drug deals. In short, he lived life to the limit.


But God had more in store for him.

Despite immorality and criminality, God placed a calling on Sam's life at a very early age. Even before he was born, his mother knew that he would one day become a preacher, and she held fast to that, even though all the circumstances and even her son himself spoke against it. In retrospect, Sam says of his life, "I believe God protected me when I didn't deserve another chance. I believe God kept giving me another chance."


One of those new chances God gave him was during a bar fight that got out of hand, from which Sam narrowly escaped with his life. "I was in a pretty bad bar fight, almost got killed, and that day I made a resolution, 'Enough! Enough is enough! Then I started to change. Well, I had to work on myself for a period of two years, but basically I changed my life when I got out of that bar fight. I said, "I'm done! And I started to change. It took a while to get completely off drugs and not need them at all. But it was all because of one night when I made a decision," he recalls.


Sam Childers interviewing me, with his translator to his right. Mike, the president of the "Sons of God" is listening.

New life, new limit

After decades on the limit, Sam finally comes along to a church service at the urging of his wife. In June 1992, he gives his life to Jesus and from then on nothing is the same anymore, except for one thing: Sam continues to live on the limit. But now he does it for Jesus.

"Nothing that followed happened because of me. It was God who used me to carry out His plan," Sam writes in one of his books (see "Living on the Limit" page 17).

And what happened was a lot: God called Sam into ministry in Africa. Most readers will now have a children's home or something similar in mind, and the picture is partly accurate. Sam actually runs five children's homes, one large one in South Sudan and the other four scattered in Uganda and Ethiopia. But Sam didn't start out waiting for children to come to him on their own or to be brought over; he actively grew his children's home.

How did that work? - He took up arms.

Over and over again, he went to war zones to collect the orphans there.

Today, relatives and authorities bring the children over, and Sam's war efforts have been minimized.

To understand his actions in the early years, a brief look at Sudan's history is necessary.


Shattered world

Sudan has been at war with itself since 1955. The Islamic north is fighting the south. Decades later, Alice Lakwena formed a rebel group to stand up for the rights of the Acholi tribe. This group soon formed the LRA, short for "Lord's Resistance Army," which was taken over by Joseph Kony in 1987.

De goals of the LRA are not clear. They terrified the people in the area because their approach was arbitrary and extremely brutal.

Seven years later, Kony is running out of money, so he starts kidnapping children and training them to be soldiers.

His soldiers raid moving cars and villages, setting them on fire and maiming and killing the people. Some of the children are taken after watching their parents being killed. Some were forced to kill them themselves. Within the LRA, they are then turned into burden bearers, sex slaves, or soldiers. Traumatized and fearful, these children then continue to murder, forcing more innocent children to such a fate.


During his first visit to Sudan in late 1998, Sam Childers saw a mangled child. It had been killed by a landmine simply left behind by the war. It was clear to him that he had to do something. He couldn't bear to see innocent people suffer like that. This laid the foundation for his ministry in Africa, even though Sam didn't really want to go at first. But God did not let up and called him so long and so clearly that Sam finally went.

Sam tells his story. Behind him is his translator Alex.

Called to the limit


One night, Sam and one of his soldiers were sleeping under a mosquito net in the wilderness on LRA territory. There, God made it clear that Sam was to build a children's home on that very strip of land. Sam was horrified. But he did what God asked.


Over the years, the home grew more and more. Houses were added, fences were reinforced, guards were put in place. With all the work, they also withstood countless attacks from the LRA.


Over and over again, Sam drove his soldiers and weapons out to the areas where the LRA was rampaging. He drove them out and collected the children who had survived and stayed behind. Then he brought them to the home where they were taken in, washed and clothed. There, the children get regular meals every day, a home, schooling, and have daily church services.

If you ask Sam what drives him and what makes him keep going to these war zones, you get the following answer: "Many years back I was addicted to drugs and I believe that we can get addicted to anything. [...] I believe that saving these children became an addiction."

His story fascinates many.


Caught in the crossfire of critics


The so-called "Machine Gun Preacher" is often criticized for his methods. Many call him a mercenary. They don't see him as a missionary.

But Sam doesn't seem to mind the criticism much. He notes with a slight smirk, "Jesus was criticized too. [...] I mean, they hung him on the cross. So he had a few more people than me criticizing him. At least I haven't been crucified yet."

Then he explains, "I don't think the gun makes you a Christian because the Bible doesn't make you a Christian. Nor does knowing the Word of God make you a Christian. Quoting the word of God also doesn't make you a Christian. So I think the gun doesn't make you a bad person either, you know!!! So I think you can be a Christian and still use a firearm? - Absolutely. Yes."

Again and again he is drawn to Africa, toward his children, into the war. The preacher has no fear of death. "I don't think about death," he says in the interview. "I just think about the work God is doing through me." He goes on to describe, "I'm not afraid to die. But if I'm going to die for something, I want it to be something worth dying for. [...] If at least someone could say: Yes, he went to another war. He was 65 years old and he went to a war to save children. - That's worth dying for. But going out and doing something stupid, like getting drunk or wrecking his motorcycle, that's not worth dying for.“

Once a biker, always a biker


His old life pales in comparison. When asked if his life at the old limit still sometimes tempts him, he replies, "I still ride with my motorcycle club. So I'm still riding with the same people I was thirty, forty years ago. But inside, I'm just a different person. So: no, I never have the desire for my old life. [...] I have no desire to be who I used to be, but I still have a desire to be who God made me to be in that club."

In his book, Machine Gun Preacher, he puts it this way: "A Christian can go anywhere as long as he is in the right company" - namely, the company of Christ.

Between the "Sons of God" the biker obviously feels comfortable.

Sam's day-to-day environment has not changed much, except for the children in Africa and the famous people with whom he regularly crosses paths. Many of the old relationships still exist and Sam still shows up at the motorcycle club, but he himself is a different man.


Instead of a boy out to prove himself and always looking for the next thrill, there is now a man moving in these circles who knows exactly who he is and what calling lies over his life. Instead of running away from that calling, as he did for a long time, he now consciously lives by God's call every day.


Sam's rough manner can seem intimidating, his direct manner hurtful, and his methods can seem questionable. But what cannot be denied is that this man allows himself to be used by God. "Life on the edge was the only life I knew, and I loved every minute of it. My life always had to be exciting. Without the constant adrenaline in my body, living in this messed up world just wasn't worth it. So I did what I could to keep the rush and excitement going. Today I love it even more, because the best rush in the world is in giving it all up for Jesus Christ," he puts it in his second book, Living on the Limit (p.13). "So I believe that serving God is just like that [taking drugs]: You take as much as you want. For some people, just getting a little bit of God on Sunday is enough, and the rest of the week they live without Him. For me, I have to have Him every day."


For the "Machine Gun Preacher," that means not stopping saving children while he still has air in his lungs.

Two books and just as many films already exist about his life.

What does God expect from me?


But his vision is not limited to Africa. He is convinced that his personal story serves or should serve anyone and everyone to examine his or her own life. "I believe that after you've seen the movie Machine Gun Preacher, after you've heard a little bit about me or read one of my books, or after you've heard me speak, then I believe it's not about me anymore. I think it's about you then. What are you going to do? And I don't think it's just about Africa either. I believe that mission work starts in your village, in your town, in your neighborhood. I believe that it starts at home. I believe that God cannot use you in Africa until He first uses you in your own city. I believe that mission work starts at home," he urges his viewers and listeners.


Sam Childers' story is one of suffering, destruction and violence, but also one of grace, love and goodness. God did not take the negative aspects out of his life, but out of his heart. Sam is still confronted daily with the suffering and destruction caused by the indiscriminate violence of the fighting groups in Sudan. But the difference is that they no longer rule Sam's heart. His heart is now guided by God's grace, love and goodness. That may sound antithetical, and you can say what you want about Sam, but that God is using him is obvious to anyone willing to look at the whole story. And then ask yourself: What does God expect from me?


1st picture: Welcoming Sam and his team. 2nd picture: Many people are interested in his story. 3rd picture: Sam and me after the interview.


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