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  • AutorenbildAntje

Löwe und Lamm

Es gibt Situationen im Leben, die einfach unangenehm oder sogar schmerzhaft für uns sind. Wir würden diese Momente am liebsten vermeiden, was aber nicht machbar ist. Außerdem wachsen wir durch Menschen und Dinge, die uns stören.

Mir geht es jetzt auch nicht darum, wie man unschönen Situationen ausweichen kann, sondern viel mehr darum, wie wir uns in eben diesen verhalten. Es ist meistens bequemer und scheint uns die einzige Möglichkeit sich dem anzupassen, was die Menschen um einen herum von Dir erwarten. Aber ist das auch immer das, was Gott von Dir will? Will Gott wirklich, dass wir unseren Kopf einziehen, wenn es unbequem wird? Hat er das damit gemeint, als er sagte: "[...] Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar;" (Matthäus 5, 39)?

Ich las vor kurzem den Satz von William MacDonald "Er [Jesus] war ein Löwe, wo es um Gottes Sache ging, und ein Lamm, wo es um seine Sache ging."

Ja, Jesus hat sich schlagen lassen, wenn es um sich selbst ging. Doch wenn es galt für Gott zu kämpfen wurde er zum Löwen Gottes, der die Tische der Händler im Tempel umwarf und sie alle hinaus trieb. Christus ist der Löwe UND das Lamm!

Ich denke, dass wir dieses Prinzip auch auf unser Leben anwenden können. Jemand beleidigt oder kränkt dich? Lächle oder schweige. Doch greift jemand Gott an, wie zum Beispiel der Riese Goliath es in 1. Samuel 17 tat, so dürfen wir wie David für Gott kämpfen. Natürlich nicht mit einer Steinschleuder, sondern mit unserer eigenen Waffenrüstung, die Gott uns in Epheser 6, 13-18 gegeben habt.


Vor kurzem wurde auch ich "angegriffen". Den persönlichen Aspekt konnte ich dabei mit Gottes Hilfe außer Acht lassen; doch war ich mir danach nicht sicher, ob ich vorher nach Gottes Willen gehandelt hatte oder ob ich mich wirklich ändern musste. Musste ich mich den Menschen anpassen, weil sie einige Punkte in der Bibel anders sehen und erlebt haben? Dabei ging es nicht um mich als Person, sondern um meine Beziehung zu meinem Gott und auch zu meinen Mitmenschen. Sollte ich jetzt kämpfen oder nicht?

Ich las die Stelle in Epheser 6, 12: "denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen."

Damit war für mich klar, dass es hier nicht darum geht, gegen meine Mitmenschen zu kämpfen und zu versuchen, sie von meinem Standpunkt zu überzeugen. Ich muss zwar kämpfen, aber nicht auf die Art des Löwen, sondern auf die des Lammes, was nicht heißt, dass ich den Kopf einziehen muss. Wie ein Lamm kämpft? Es hält sich an den Hirten.

In Epheser 6, 14 heißt es: "So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit [...]" Das hat mir gezeigt, dass ich ehrlich bleiben soll, egal wie die Umstände sind. Ich darf an dem festhalten, was Gott mir offenbart hat, denn mehr kann ich gar nicht wissen. Natürlich sollen wir auch im Glauben nicht auf ein und dem selben Stand bleiben, aber Gott offenbart sich stückweise und so können auch wir ihn nur stückweise erkennen. Doch mit der Erkenntnis, die Gott dir anvertraut hat, sollst du ehrlich und offen umgehen. Gott gab mir die Kraft in den schwierigen Umständen ruhig und wahr zu bleiben. Manchmal besteht der Kampf "nur" darin, ehrlich zu antworten, wenn man gefragt wird und an Gottes Wahrheit festzuhalten.

Vielleicht fragen sich einige von euch, wo da denn ein Kampf sein soll. Der Kampf besteht darin, dem Teufel keinen Platz für Streit und Uneinigkeit zu lassen. Gerade bei Glaubensfragen neigen wir dazu, uns zu streiten oder gegeneinander zu erbittern, besonders was die Kleidungsfrage angeht, obwohl wir meistens einfach einen anderen geistlichen Erkenntnisstand haben.. Damit meine ich nicht, dass jeder machen kann, was er will und das damit begründen kann, dass Gott ihm sich noch nicht so "weit" oder schon "weiter" offenbart hätte. Nein, du und auch ich, wir sollten immer anhand der Bibel prüfen, ob das, was wir tun, dem entspricht, was Gott von uns will. Doch wird die geistliche Reife und die persönliche Bedeutung dabei von Person zu Person immer etwas variieren, was auch in Ordnung ist, solange wir unsere persönliche Beziehung mir Gott prüfen und dem Teufel keinen Raum lassen, um Uneinigkeit, Zweifel und Streit zu säen.

Der Kampf besteht also darin, an Gott und seiner Wahrheit festzuhalten.


In dem Sinne:


"So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, [...]"

- Epheser 6, 14a -




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