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  • AutorenbildAntje

Hoffnungslos!?

Aktualisiert: 18. Feb. 2021


In letzter Zeit ist mir das Thema "Hoffnung" immer wieder über den Weg gelaufen. Ehrlich gesagt beschäftigt dieses Thema, oder eher die Hoffnung an sich mich schon seit einiger Zeit. Es hat damit angefangen, dass ich Gott um etwas gebeten habe und dann meine ganze Hoffnung darauf gesetzt habe, dass Gott mir meinen Wunsch erfüllt. Naja, im Endeffekt war ich enttäuscht, weil Gottes Plan anders aussah und ich mich meiner Hoffnung beraubt gefühlt habe. Geht es dir manchmal auch so? Du setzt dein ganzes Denken, deine Energie, deine Hoffnung auf eine Sache und dann passiert nichts oder genau das, was du nicht wolltest? So ging es mir immer wieder, weil ich immer wieder gehofft habe und immer wieder enttäuscht war, weil ich das Gefühl hatte, dass Gott mich enttäuscht, mir die Hoffnung nimmt. Jetzt, ungefähr ein oder vielleicht auch zwei Jahre später lässt Gott mich in seiner unendlichen Gnade erkennen, dass ich falsch lag und er zeigt mir was Hoffnung wirklich ist. Ich glaube, dass er mir das schon von Anfang an zeigen, ich es aber nicht sehen wollte. Ja, so sind wir Menschen leider viel zu oft: wir wollen nicht einmal sehen, was gut für uns ist, weil wir meinen es besser zu wissen. Dann lass dir, von jemandem, der es selbst schon viele Male erlebt hat, gesagt sein, dass es niemanden besseren als Gott für deine Lebensplanung gibt.

Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema: Hoffnung. Das Problem dabei ist, dass wir unsere Hoffnung oft auf vergängliche, menschliche Dinge richten. Wir setzten unsere Hoffnung nicht auf den Schöpfer, sondern auf das Geschöpf. Formuliert man es so, dann klingt das doch unlogisch, oder? Warum sollte jemand seine Hoffnung in das Zweitbeste investieren, wenn er sie statt dessen in das Beste investieren könnte. Aber so sind wir Menschen leider oft und das hat Gott auch schon in 1. Samuel 16, 7 gesagt: "denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an!" Wir Menschen beschränken uns oft nur auf das, was wir sehen, ohne den wahren Wert, das Herz zu sehen. Deswegen macht es auch keinen Sinn seine Hoffnung auf Menschen zu setzten, weil das Äußere leider auch täuschen kann. Das bedeutet aber nicht, dass Du deinen Mitmenschen gegenüber jetzt misstrauisch und voller Vorurteile entgegen traten darfst. Nein, denn wenn wir unsere Hoffnung auf den Schöpfer und Erhalter von Himmel und Erde setzten, dann können wir liebevoll, demütig, geduldig und freundlich mit den Menschen, die uns begegnen, umgehen. Das steht auch in Römer 15, 13: "Der Gott der Hoffnung aber fülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!" Gott gibt also zusätzlich zu der Hoffnung Freude und Frieden. Hast Du schon einmal einen Menschen gesehen, der voller Freude und Frieden ist, und andere trotzdem verletzt? Also ich nicht und ich denken auch nicht, dass so etwas funktioniert; denn diese gegensätzlichen Eigenschaften können nicht nebeneinander bestehen.

Was für eine Hoffnung ist das also?

Die Hoffnung in Christus ist eine Hoffnung, dass ER weiß, was das Beste für mich ist, dass ER mich leitet, dass ER immer bei mir ist, dass ER mich liebt. Es ist eine Hoffnung auf die Ewigkeit.

Wenn ich meine Hoffnung auf Jesus Christus setzte, dann gehe ich davon aus, dass er weiß, was das Beste für mich ist. Dadurch gebe ich die Last ab, mich immer um alles und jeden kümmern zu müssen. Denn ich weiß, dass Gott mir nur so viel aufträgt wie ich tragen kann. Wenn er mir also Menschen in den Weg stellt, denen ich helfen soll, sei es durch ein Zeugnis, ein Gespräch, Gebete oder praktische Arbeit, dann ist dies keine Last mehr für mich, weil ich weiß, dass ich das kann; mehr sogar: dass ich jemanden habe, der bei mir ist und mir hilft. Denn ich weiß, dass er mich richtig leiten wird und mir nie mehr aufträgt als ich tragen kann. Auch weiß ich, dass alles in seinem perfekten Zeitplan geschieht, wenn ich auf ihn hoffe. Der Druck panisch nach einer Arbeitsstelle, einem Flug, einem Haus oder sogar nach einem Partner zu suchen verschwindet, weil ich Gott vertraue, dass er das alles zu der richtigen Zeit schenken wird. Ich setzte meine Hoffnung auf Gott!

Natürlich wird dann trotzdem, oder besser Gott sei Dank, nicht immer alles so laufen, wie Du es willst. Das war auch bei mir nicht so. Aber ich bin Gott wirklich dankbar dafür, denn wäre in meinem Leben alles nach meinem Plan gelaufen, so gäbe es immer wieder ein heilloses Durcheinander und mehr Schmerz als mein Umfeld, aber auch ich selbst, ertragen könnte.

Die Hoffnung auf Gott zu setzten bedeutet also nicht immer zu bekommen, was man will, sondern zu wissen, dass Du genau das was Du brauchst bekommst, wann Du es brauchst. Denn weil Gott dich liebt, will er Dir das Beste schenken, auch wenn es manchmal Schmerz oder unverständliche Wege enthält, weil er dich von ganzem Herzen liebt! Glaubst du das?

Worauf setzt Du deine Hoffnung?



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