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Meine Story mit Jesus

Hey, wie geht es dir? - Die Frage, die wir alle zum hundertmal hören und eh schon wissen, dass wir nicht 100 Prozent ehrlich antworten, da es unseren gegenüber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht interessiert. Deswegen sagen wir „Alles gut“ nur um zum Nächsten zu springen, ohne uns selbst wirklich die Frage gestellt zu haben, wie es uns geht.


Zu der Frage, wie meine Story mit Jesus ist, will ich Mal den Mut haben ganz ehrlich mit dir zu

sein. Es tut mir jetzt schon leid, wenn die nächsten Zeilen verwundern oder sogar überraschen

werden. (Okay, eigentlich tut es mir nicht leid). Ich habe mich dazu entschlossen, auf diese Frage

ganz ehrlich zu antworten. Also los gehts ...


Hallo, mein Name ist Emmanuel Asamoah, bin 23 Jahre jung und studiere momentan in Köln. Ich

erblickte im Sommer 1999 das Licht der Welt in einer Kleinstadt namens Tübingen. Okay, stop:

genau da fängt meine eigentliche Geschichte mit Jesus schon an.

Also du musst wissen, dass ich keine leichte Geburt war. Meine Mutter hatte vor mir mehrere Fehlgeburten und nun schien es so, als würde ich die nächste werden. Jap, genau richtig. Ich konnte es kaum erwarten, denn Bauch meiner Mutter zu verlassen, dass ich mich entschloss nach 27 Wochen (ca. 6,5 Monaten) meine Siebensachen zu packen und rauszugehen. Durch Gottes Gnade und den talentierten Ärzten überlebte ich es als Baby. Ich wog 1290 g (normales Gewicht für ein Neugeborenes beträgt zwischen 3000 und 4000 g). Ich weiß: ich war ein Schwergewicht.


Durch diese Umstände ging es meiner Mutter mental schlecht und meine Eltern beschlossen mit

schwerem Herzen, mich zu meiner Oma zu senden, damit meine Mutter sich um ihre eigenen

mentalen Herausforderungen kümmern kann. Von meinem ersten bis zu meinem vierten

Lebensjahr lebte ich bei meiner Oma in Ghana, Afrika und wuchs dort heran. Nachdem es meiner Mutter wieder besser ging war, holte sie mich zurück nach Deutschland, wo ich mich nun im Alter von vier und halb an mein neues Umfeld gewöhnen musste.


(Ich werde die nächsten Jahre bisschen verkürzen, damit du nicht beim Lesen einschläfst.)


Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schule, Realschule und Abitur.

Ging dir das ein wenig zu schnell? Okay, nur weil du es bist, gehe ich ein wenig langsamer und

greife wichtige Ereignisse in meiner Jungend nochmals auf.


Im Alter von etwa 12 Jahren gab es einen Vorfall, den ich für Jahre verdrängt habe. Ich habe Jahre gebraucht, um zu realisieren, dass es passiert war und dass es zu meiner Geschichte gehört.

Meine erste Erfahrung im sexuellen Bereich war im Alter von 12 mit einem Familienmitglied. Dieses Ereignis hat mich geprägt und Narben hinterlassen, die ich im späteren Abschnitt meiner Jungend thematisieren durfte. (Keine Angst. Ich habe mit der Person offen darüber geredet und auch mit einem Psychotherapeuten. Alles im grünen Bereich). Ich will dich hier nur kurz ermutigen, falls du merkst, dass diese Thema „Sexuelle Gewalt“ oder alles in der Richtung persönlich betroffen hat oder du jemanden kennst, dem es passiert ist: bitte rede darüber und such dir therapeutische Unterstützung. Ich kann heute sagen, dass ich nur durch Jesus die Kraft hatte dies Thema anzugehen und aber auch Menschen gebraucht habe, mit denen ich darüber reden konnte.


Nächster Sprung.


Im Alter von etwa 15 Jahren wollte ich mein eigenes Leben beenden, da ich fand, dass dieses Leben hier auf der Erde sinnlos sei. Ja, ich war schon damals ein Christ und hatte vom Himmel gehört, aber irgendwie kam es nicht in meinem Herzen an.

Falls du auch ein Christ bist oder an irgendetwas anders glaubst, will ich dir heute sagen: DEIN LEBEN HAT EINEN SINN! Du verstehst es vielleicht noch nicht, aber DU BIST GELIEBT UND GEWOLLT. Da ich persönlich genau in dieser Dunkelheit meines Lebens erfahren durfte, dass es sich anfühlte, als würde etwas in mir angehen. Eine Sehnsucht, nach dem Sinn meines Lebens. Ich spürte eine Liebe in mir, die ich mir damals nicht erklären konnte. (Jetzt würde ich sagen, es war die Liebe Gottes).


Ich verstand nicht direkt, dass es die Liebe Gottes war, sondern begann nach diesem Gefühl unbewusst zu suchen. Ich versuchte es in der Anerkennung von anderen Menschen zu finen, nur um dann zu merken, dass es vergeblich ist. Ich versuchte es in den Armen von Frauen zu suchen, nur um dann zu realisieren wie ich Frauen nur auf ihr Äußeres und als "Sexobjekt" abstempelte. Ich schlief zwar nicht mit ihnen, aber das, was ich tat, war auch nicht nett.


Ich war so auf der Suche nach dem Ort, an den ich gehöre und wo ich dieses Gefühl von damals

nochmal erleben konnte. Dieses Gefühl der Geborgenheit und Zugehörigkeit.


Nachdem ich gemerkt hatte, dass viele dieser Richtungen vergeblich waren, begann ich mich zu

Religionen zu werden. Ich war Christ, ging auch jeden Sonntag und Freitag in die Kirche und

trotzdem hatte ich keine persönliche Beziehung zu Jesus. Ich ging hin, da es dazugehörte und

damit meine Eltern mich nicht stressten. Als ich nun begann mich aktiver mit Religionen

auseinander zu setzen, begann ich erstmal mir Bücher über den Buddhismus und Islam

durchzulesen. Frag mich nicht, warum. Schnell merkte ich, aber dass diese Religionen für mich

nichts waren, da mir etwas daran fehlte.


Bisschen weiter Spulen.


Im Alter von 19 Jahren war ich gerade dabei für mein Abi zu lernen. Zu einem

Lobpreisabend beschloss ich mit dem Auto von meinem Vater zu fahren, damit ich früher wieder bei meinen Freunden in der Stadt sein konnte. Tja, leider machte ich den Fehler, wie

du wahrscheinlich auch, und benutze mein Handy als Navigationsgerät am Steuer. Dreimal darfst du raten, was passiert ist. - Jap, genau richtig: ich bin von der Spur abgekommen und in einen Baum gerast. Wie durch ein Wunder ist mir nichts passiert. Das Auto hatte bedauerlicherweise nicht soviel Glück wie ich, da es als Totalschaden am Baum hängenblieb. Fassungslos stieg ich aus dem Auto und war vollkommen verzweifelt, dass mein Leben so schnell hätte enden können und ich meinen Leben nicht so gelebt habe, wie ich es leben wollte.


Dieser Moment war unter Anderem einer der letzten Tropfen, die das Glas zum Überlaufen brachte. Ich entschied mich dafür, mich Gott aktiver hinzugeben und aktiver in die Beziehung zu investieren. Um so mehr ich mich zu Gott streckte, um so stärker kam ich dem Erlebnis aus meiner Jung näher. Gott kam mir mit seiner Vollmacht und seiner Liebe entgegen.


Nach dem Abitur machte ich ein Freiwilligendienst in Bogota, Kolumbien. Dort erlebte ich Gott

nochmal auf einem ganz anderen Level, so wie ich es niemals für möglich gehalten hätte.

Ups, fast hätte ich vergessen, dir das zu erzählen. Wie kam ich nach Kolumbien?

Ich hatte vor meinem Unfall ein Brennen im Herzen, mich für einen Freiwilligendienst der nach Kolumbien geht anzumelden, habe es aber nicht getan, da ich andere Pläne hatte. Nach meinem Autounfall warf ich all meine Pläne weg und begann den Ruf in meinem Herzen zu folgen. Dieser führte mich nach Kolumbien.


Nachdem ich von meinem Freiwilligendienst wieder nach Deutschland kam, begann ich Psychologie in Köln zu studieren. Ich liebe das Studium, da es ein Großteil meiner Interessen verkörperte.


Vertraust du mir?


Ich hatte immer noch nicht ganz verstanden, was es bedeutete, Gottes Stimme zu hören. Ich

vertraute einfach immer einem „Gefühl“, das ich hatte. (Kleiner Tipp: Gott kann durch Gefühle

sprechen, aber er bestätigt es auch durch andere Menschen und sein Wort). In der Mitte des

ersten Semesters hatte ich das „Gefühl“, dass Gott mich nach Peru beruft und dass er von mir

möchte, dass ich dort Hilfsorganisationen für ihn baue. Realtalk: ich habe mich gefühlt wie

Abraham und dachte: "Ja Gott, wenn du das sagst bin ich down."

Ich begann viele Videos über Peru anzuschauen und mich über Hilfsorganisationen zu informieren. Ich war bereit, all meine Wünsche liegenzulassen, um „Gottes Plan“ für mein Leben zu folgen. Wie wir alle wissen, ging Abraham nicht alleine. Er hatte seinen Crush Sarah bei sich. Wo war meine Sarah? In meiner ganzen Verwirrung empfand ich, dass Gott nicht nur mich nach Peru beruft, sondern auch ein Girl, dass mich zuvor gekorbt hatte. Ich war mir bisschen unsicher, ob das von Gott war, aber mein naiver Glaube war stärker.


Nachdem ich meine Wohnung gekündigt, mein Traumstudium abgebrochen hatte und bereit

war für Gott nach Peru zu gehen, fehlte nur noch eine Sache: mein Flugticket nach Peru.

Ich entschloss mich dazu kurz zu beten und mir dann welche zu kaufen. Beim Kauf des Fluges kam dieses seltsame Gefühl wieder hoch. Ich hatte den Eindruck, dass ich zwei Flugtickets kaufen sollte, für mich und das Girl, das mich eigentlich gekorbt hatte. "NEIN, tu es nicht", denkst du dir? Ja, das denke ich mir auch gerade. Leider standest du damals nicht mit mir im Raum.


Um die Geschichte kurz zufassen: ich konnte am Ende nicht nach Peru fliegen, das Girl hatte

einen Freund (der nicht ich war), ich war komplett am Boden und zog zurück zu meinen Eltern.


Letzter Sprung.


Jap, das war viel. Sorry, wenn ich dir zu viel erzählt habe, aber du wolltest ja wissen, wie meine

Story mit Jesus war. Nun sitze ich zwei Jahre nach diesem Ereignis am PC und erzähle dir

entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen davon. Ich durfte Gottes Gnade und Liebe nach diesem Ereignis erneut erfahren und lernen, mir selbst zu vergeben. Heute bin ich froh über

diese Naben, da ich dir davon erzählen kann und mir bewusst ist, dass Gott immer mit mir ist.

Egal wofür ich mich entscheide oder was ich tue. Ich bleibe von ihm berufen und er führt mich in

diese Berufung hinein, egal was es kostet. Ein bisschen wie Paulus kann ich heute sagen: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ In Bezug auf alles, was kommen mag. Ich laufe diesen Weg mit Jesus; nicht mehr für meine Ehre, sondern einzig und alleine für ihn. Denn er war bei mir bei meiner Geburt. Er war bei mir als sich der Vorfall mit dem Auto ereignete. Er war bei mir als ich mein Leben beenden wollte und er war bei mir als ich alles auf eine Karte gesetzt hatte, die nicht von Gott war. Er ist der Autor meiner Story und ihm gebührt all die Ehre.


Ich kann dich nur ermutigen, diesen Jesus auch mal auszuprobieren. Wenn du es willst, dann lies laut die nächsten Zeilen. Ich verspreche es dir: er wird deine Welt auf den Kopf stellen.


HERR JESUS, WENN ES DICH WIRKLICH GIBT, OFFENBAR DICH MIR UND HILF MIR, DIR

MEIN LEBEN LANG NACHZULAUFEN.


Amen.



Autor: Emmanuel Asamoah

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