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  • AutorenbildAntje

Staunend

Aktualisiert: 18. Feb. 2021

Wie oft staunst du?

Wie oft staune ich?

Staunen wir überhaupt noch

oder ist das bloß Verschwendung deiner `kostbaren` Zeit?

Gibt es für mich noch Gründe zum Staunen?

Nehmen wir uns selbst nicht sehr viel,

wenn wir nicht ab und zu mal staunend inne halten.

Warten.

Ja, genau: innehalten;

in einer Welt, die stetig vorwärts strömt

und alles mit sich reißen will.

Wohin?

Das wissen wir selbst nicht so genau,

aber wir bemühen uns Schritt zu halten,

weil wir sonst gefühlt zurück bleiben.

Warum das schlimm ist?

Das weiß ebenfalls keiner so genau,

aber es trauen sich nur wenige es herauszufinden.

Wir fragen nicht nach,

lassen uns treiben

und haben verlernt zu verweilen.

Einfach inne zu halten,

zu staunen.

Denn sind wir ehrlich, dann müssen wir zugeben,

dass wir wirklich nicht mehr wissen wie es ist zu staunen.

Wir werden getrieben und treiben uns doch nur selber.

Wieder die Frage:

Warum?


Du willst gute Noten, einen guten Job, mehr Geld.

Und wofür?

Dir rennt die Zeit davon.

Du stehst ständig unter Strom.

Deine Gesundheit stellst du hinten an.

Auch die Familie ist augenscheinlich nicht mehr so wichtig.

Du bist gehetzt.

Denkst noch nachts daran, wie du es besser machen kannst.


Warum?

Damit du vorgesorgt hast?

Damit die anderen gut von dir denken?

Damit es deiner Familie gut geht?

Sei doch mal ehrlich zu dir selbst.

Vorsorgen können wir nicht.

Denn wer kann schon entscheiden,

ob er morgen noch lebt

oder von der Erde geht?.

"Ein Haschen nach Wind" (s. Prediger 2,11)


Aber da wäre ja noch die Frage nach der Meinung der anderen.

Nun ja, jetzt mal ehrlich:

Denkst du wirklich, du kannst es allen recht machen?

Steht nicht sowieso wieder jemand in deinem Rücken?

Denn die Erde ist rund und nie wirst du alle überblicken.

"Alles nichtig." (s. Prediger 2, 11)


Damit es deiner Familie gut geht?

Dass ich nicht lache.

Leiden sie nicht am meisten unter dieser Sache?

Deinem Wahn? Deinem Kampf?

Sieht man es so, dann ist es eher ein Krampf,

ein Verrenken,

um möglichst konform zu denken,

zu handeln,

zu leben.


Siehst du einen Sinn darin?

Ich sehe keinen

und man sollte meinen,

dass es auch dir klar wird.

Ist es da nicht besser zu verweilen,

zu staunen?.

Gottes Hand zu erkennen,

die in uns Gestallt annimmt,

wenn wir innehalten

und staunen wie ein Kind.

Gott sagt es uns klar,

es ist wunderbar,

fast nicht zu begreifen:

Kehret um,

werdet wie Kinder,

erst dann könnt ihr Erben vom König. (vgl. Matthäus 19,3)


Ich will es von ihnen lernen.

Ich will staunend verweilen

und Gottes Wunder betrachten.

Bist du dabei?





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